Mit dem Dachverband nach Armenien: Studienreise und Seminar

Seminar Armenien in Osteuropa, Jugendbeteiligung und informelle Bildung

Im Haus auf der Alb, Freitag, 5. bis Sonntag, 7. Oktober 2012

Teilnahme ist für die Armenienreisenden verpflichtend, darüberhinaus sind alle Jugendgemeinderäte eingeladen, die sich für die Themen Osteuropa, Jugendbeteiligung und informelle Bildung interessieren. Wir wissen es handelt sich um eine ungewohnte Kombination, gerade aber auch die Sicht von außen, kann oftmals helfen das Eigene neu zu entdecken und neu über unsere Praktiken nachzudenken und neue Perspektiven zu eröffnen. Es gibt 9 Seminarplätze.

Bisher sieht das Programm so aus, es wird aber sicher noch Änderungen geben.

Freitagabend: ab 17:30 Reisevorstellung, Ziele, Bedingungen, Erwartungen. Kennenlernen, kurzer Input über den Dachverband und AK Internationales

Samstag:

  • Input 1: Osteuropaexperte (N.N)
  • Input 2: (ethische) Grundlagen und Ziele der Jugendbeteiligung in Deutschland, Sebastian Müller
  • Mittagessen
  • Input 1: entweder Ostereuropaexperte und/oder Politiker
  • Input 2: Skypekonferenz mit unseren polnischen Partnern.
  • Workshop: Best practice Beispiele für Jugendbeteiligung bei uns (Teilnehmer sollen aus ihrem Umfeld oder JGR best practice Beispiele vorstellen)

Sonntag

  • Input 1: zum Thema informelle Bildung (Referent N.N.)
  • Abschlussbesprechung und Vorbereitungen
  • Mittagessen
  • Sitzung des AK Internationales bis ca 14:30

Weitere Informationen

Kosten: von den Teilnehmern wird ein Unkostenbeitrag für Übernachtung und Verpflegung in Höhe von vorrausichtlich 20 Euro erhoben. Anreisekosten sind beim eigenen Jugendgemeinderat einzureichen.

Die Teilnehmer müssen nicht 18 Jahre alt sein, Voraussetzung ist sich für die genannten Themen zu interessieren. Für Vorschläge bezüglich der zu besprechenden Themen sind wir stets offen.

Für Rückfragen und Anmeldungen steht Sebastian Müller unter den unten genannten Kontaktdaten gerne zur Verfügung


Studienreise nach Armenien zu den Themen: Jugendbeteiligung und informelle Bildung

29th October- 4th November.

It means arrival on Monday and departure on Sunday, + 5 days of program from Tuesday till Saturda

’Non-formal education and youth participation for active citizenship’ is a project of a Study Visit in Armenia. It’ll last 153 days, including full 5 days of activities to be implemented in Yerevan (3 days) and in 2 cities in the province: Gyumry and Sevan (2 days).

The project involves 6 partner organizations, 3 from EU countries: Poland, Germany, Italy and 3 from Eastern Partnership countries: Armenia, Georgia and Ukraine. 24 participants of the project will meet with a dozen of youth NGOs, youth researchers, trainers and representatives of governmental and local institutions in Armenia. Meetings will take place by visits in Armenian NGOs’ offices and in the form of ‘NGO fairs’ that enable to meet many organizations in a short time at one place.

The topics of the project are 2 kinds of activities that develop active citizenship of young people:

1) Non-formal education that develops skills, knowledge and attitudes of young people

2) Youth participation in public life, activities engaging young people in decision-making processes on matters that concern them and the principles/practices of cooperation between institutions and young people.

Our aim is to get to know the reality of youth work in Armenia in those 2 thematic areas. We want to specifically focus on activities carried out at local level and targeted at disadvantaged youngsters, especially unemployed youth. We want this

project to be a forum for exchange of practical experience and a starting point for future cooperation of the NGOs involved by youth exchanges and EVS and by research and evidence-based publications.

We also want to inspire others to make use of our experience therefore we will prepare a publication (PDF) with a collection of good practices of the NGOs involved in the project and those met in Armenia. The part of the publication about partner NGOs will be prepared before the Study Visit and disseminated during the Visit. Moreover we’ll make a video to be distributed via social media.

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Ungdomsrad Besuch

 

Ugdomsrad kantor

Gestern war ich beim Schwedischen Dachverband der Jugendgemeinderäte (ungdomsrad) in Stockholm zu einem kleinen Besuch. Es waren sehr gute Vibes und ich denke wir haben da inzwischen gute Freunde.

Inzwischen hat Urs Unkauf, mein Lieblingskommunist aus Hechingen auch das Thesenpapier zu Jugendgemeinderäten vom Dachverband kommentiert.

Dachverband Jugendgemeinderäte BW: Thesenpapier zur Jugendbeteiligung

Der Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Würrttemberg e.v.hatte vor einiger Zeit ein Dachverbandstreffen und dort als großes Thema Fortentwicklung der Jugendbeteiligung.

Seit einiger Zeit wird in Baden-Württemberg ja heiß über das Thema mehr Beteiligung und besonders auch mehr Jugenbeteiligung diskutiert. So wollen die Koalitionsfraktionen auch den $41a, der die Beteiligung regelt ändern. Dieses Blog berichtete ja über dies Thema intensiv.

Ich habe ja meine eigenen Gedanken dazu auch in einem Thesenpapier dargelegt. Nun hat sich auch der Dachverband positioniert, vor kurzem gab es auch ein Verbandsübergreifendes Gespräch mit dem Landesjugendring und anderen Akteuern auf dem Gebiet der Beteiligung. Es ist zu hoffen, das hier die Koalition ernst macht und das Thema weiter verfolgt.

Positionspapier als PDF

Inzwischen hat auch Urs Unkauf, Jugendgemeinderat aus Hechingen das Papier kommentiert: „Die im Positionspapier geforderte, sich aus der Existenz des Dachverband ergebende Favorisierung der Jugendgemeinderäte muss eventuell überdacht werden, um ein breites Partizipationspotenzial nicht im voraus zu verbauen. Wenn sich in der Praxis zeigen, dass beispielsweise offene Jugendforen oder schulische Formen der Beteiligung in konkreten Fällen aufgrund der objektiven Sachlage auf breitere Akzeptanz stoßen, als ein verordneter Jugendgemeinderat, würde es sich anbieten, den Dachverband der Jugendgemeinderäte auf mittelfristige Sicht zu einem Dachverband der Jugendvertretungen zu erweitern.“ gesammter Kommentar auf seinem Blog

Praxisforum Jugendbeteiligung, Grade der Partizipation

Vor einigen Tagen war in Freiburg das Praxisforum Jugendbeteiligung. Da waren Jugendliche, Jugendzentrumsmitarbeiter, Stadtplaner, Frau Barth von der LpB und viele andere, die auf diesem Gebiet tätig sind. Neben der alten und leidigen Diskussion warum es in Freiburg mit dem stadtweiten Jugendbeteiligugnsgremium nicht so klappt (wir erinnern uns an „schöne“ Diskussionen zwischen offener Jugendarbeit: „unsere Jugendlichen sind nicht beteiligungsgeignet“ und Politik / Verwaltung: „ihr arbeitet nicht genug“)

Nun ist das Freiburger Konzept bereits 6 Jahre alt, gerade im Jugendbereich eine Ewigkeit, es hat aus verschiedenen Gründen nicht richtig funktioniert und hat auch wichtige Akteure wie die Schulen draussen gelassen. Wie man nun ein funktionieriendes Konzept verwirklichen kann und nicht über die Fehler der Vergangenheit, darüber sollten wir uns unterhalten. (Die Grafik stammt von Freiburg Extra) Von den angedachten Hearings gab es lediglich eins bisher, der Schüllerat ist im moment recht schwach, beim Stadtjugendring ist Politik, wie schon lange, Nebensache und die Probleme der offenen Jugendarbeit habe ich oben geschildert. Lediglich die Projektbezogene Beteiligung durch das Jugendbüro scheint zu arbeiten.

Walter Spiess aus Flensburg hat Vorgestellt welche Grade der Beteiligung es gibt und jeden aufgerufen selbst zu prüfen wie er diese bei sich in seinen Zusammenhängen (Jugendzentrum, Schule, Verwaltung, …) verwirklicht.

Briefwechsel mit Edith Sitzmann zur Änderung des §41a GemO BW

In den vergangen Wochen war ich trotz starker Belastung durch das Staatsexamen auch in Sachen Jugendbeteiligung und Änderung des §41a GemO BW unterwegs.

Neben der FDP, die sich durch ein schönes Hearing im Landtag hervorgehoben hat, wollte ich auch andere politische Parteien bearbeiten. Sowohl Edith Sitzmann (Grüne) als auch Gabi Rolland (SPD) habe ich einen Brief geschrieben zum Thema Jugendbeteiligung. Mir ging es darum auch bei den Abgeordneten, die sich nicht täglich mit dem Thema Jugendbeteiligung beschäftigen, die Sensibilität für die Position zu schärfen.

Mit Gabi Rolland hatte ich ein sehr interessantes Gespräch in dem ich ihr meine Position* (verpflichtende Beteiligung aber keine Pflicht zur Einführung eines Jugendgemeinderates, bessere Förderung des Themas auf Landesebene, insbesondere auch für den Dachverband der Jugendgemeinderäte) erläutert habe. Gabi Rolland will mir auch noch nach Rücksprache mit den Zuständigen in ihrer Fraktion eine schriftliche Rückmeldung zukommen lassen.

In ihrem Antwortbrief spricht sich Edith Sitzmann für eine Verbesserung der rechtlichen Stellung aus, beim Thema finanzielle Förderung bleibt sie jedoch hart.

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Bei der FDP im Landtag zu Jugendgemeinderäten

Am Samstag war ich bei der FDP/DVP Fraktion im Landtag. Die interessieren sich, jetzt wo sie in der Opposition sind für das Thema Jugendgemeinderäte und haben eine Anfrage gestellt: Jugendgemeinderäte (PDF). Die Antwort steht noch nicht online.

UPDATE: Fotographieren scheint inzwischen erlaubt zu sein. Die Antwort der Landesregierung habe ich jetzt einfach mal eingescannt: LT BW 15/1126 Jugendgemeinderäte (PDF) (Sehr engagiert wie sich die FPD da derzeit gibt!)

Am Samstag waren also lauter Jugendgemeinderäte da und haben erst diskutiert mit Wissenschaftlern (Dr. Angelia Vetter) , Gemeinderäten, Bürgermeistern und unserem Vorsitzenden Marcel Wolff (er wurde Wulff von einigen gennant), wie das nun ist mit Jugendbeteiligung.

Ich habe mich auch ein paar mal gemeldet und auf die Bedeutung der Finanzierung, neben einer verpflichtenden rechtlichen Regelung hingewiesen. Derzeit gibt es ja Bestrebungen beim §41a von einer Kann zu einer Soll oder Muß Regelung hinzuarbeiten. Sowohl im Koalitionsvertrag steht dazu was, als auch in einem kürzlichen Schriftwechsel mit den Grünen und der SPD gibt es dazu Bestrebungen.

Das Panel, mit Marcel Wolf vom DV JGR

Zitat aus der Pressemitteilung der FDP Landtagsfraktion:

„In der von Timm Kern geleiteten Diskussion mit kommunalen Entscheidungsträgern kristallisierte sich heraus, dass die Kommunen nicht unbedingt verpflichtet werden sollten, Jugendgemeinderäte zu installieren. Während der Dachverbandssprecher der Jugendgemeinderäte in Baden-Württemberg, Marcel Wolf, für einen verpflichtenden Passus in der Gemeindeordnung warb, setzte sich Städtetags-Dezernent Norbert Brugger dafür ein, den Kommunen vor Ort die Entscheidung über Mitwirkungsmöglichkeiten der jungen Generation zu überlassen.

„Dem Städte-tag geht es um die Bürgermitwirkung insgesamt, darunter fällt auch eine jugendgerechte Weiterentwicklung der Demokratie“, so Brugger. (…)

Dr. Angelika Vetter, vom Institut für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart, warb in ihrem Vortrag für die stärkere Beteiligung aller Altersgruppen an der Politik.

Die aktive Teilnahme am politischen Geschehen legitimiere und kontrolliere die Regierenden, führe zu mehr Verständnis für Demokratie und Gemeinschaft und erhöhe das Wissen in den Entscheidungsprozessen.“

Gedanken zu Veränderung §41a GemO BW

Zur Zeit wird von verschiedenen Stellen darüber diskutiert, dass die Gemeindeordnung Baden-Württemberg novelliert werden soll. Dabei hat die neue Landesregierung zum teil wohl auch im Sinn die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger zu stärken.

In diesem Zusammenhang wird auch darüber diskutiert wie der Paragraph der Jugendbeteiligung in der Gemeindeordnung (§41a) regelt  verändert werden könnte.

Bereits jetzt ist Baden-Württemberg mit dieser Regelung vorbildlich und hat eine besserer rechtlicher Rahmen als die meisten Bundesländer. Die breite Strukturen an Jugendgemeinderäten und anderen Jugendbeteiligungsmodellen in unserem Bundesland ist Zeugniss davon. So ist Baden-Wüttemberg das Bundesland mit über 80 Jugendgemeinderäten, einem Jugendgemeinderatsdachverband, zahlreichen unterschiedlichen Beteiligungsformen, projektbezogener Jugendbeteiligung, …

Die Gemeindeordnung Baden-Württemberg bietet schon heute zahlreiche Möglichkeiten (Jugend)beteiligung zu realisieren! Siehe dazu auch den Hinweis auf den Artikel von Yvonne Müller unten. „Gedanken zu Veränderung §41a GemO BW“ weiterlesen