Querdenken bringt der Polizei Kontrollverlust.

Kurz nach Beginn der “FreiSeinFreiburg”-Versammlung und mehreren polizeilichen Aufforderungen zum Einhalten der Maskenpflicht, beendeten die Organisatoren die Versammlung. Dies war so geplant. Diese hatten mehrere Ersatzversammlungsorte angemeldet und einen Plan dieser verteilt. So dass Hunderten Versammlungsteilnehmenden unter Missachtung aller Auflagen (keine Masken, Abweichung von Aufzugsroute usw.) unkoordiniert in Gruppen von bis zu 500 Personen durch die Innenstadt zogen.

Trotz Hinweisen aus der Zivilgesellschaft auf die massive Mobilisierung in Telegram, durch Querdenken-Promis und die in den Chats bemerkbare Radikalisierung, gelang es der Polizei über Stunden nicht, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Das obwohl zahlreiche Polizeibeamte in der Stadt präsent waren, aber gefühlt planlos agierten. Diese waren zu Beginn offensichtlich überrascht, als die Aufzüge keine Konfrontation mit einer Polizeikette suchten, sondern einfach einen anderen Weg nahmen.

Erst als die Aufzüge von sich aus an den Ausgangspunkt, den Platz der Alten Synagoge, kamen, intervenierte die Polizei, was zu mehreren Körperverletzungen zum Nachteil der Polizei führte. Der Lage wurde man aber auch dadurch nicht gerecht und ein großer Teil der Teilnehmenden marschierte unbehelligt weiter.