Am Samstag war ich beim Stand der Friedens Frauen in Freiburg. Neben mir stand auch Jochen S, der auch am Stand stand und diskutierte. Immerhin konnte man sich einigen, dass der Angriffskrieg auf die Ukraine durch nichts zu rechtfertigen sei.

Wobei, gleich da kam die erste ältere Frau und raunte „Vorgeschichte“, auf die Frage was denn die „Vorgeschichte“ sei und warum sie das rechtfertigen würde, war man dann erst verdruckst. Schließlich kam aber, was man schon aus zig Telegramkälen oder von Daniele Ganser oder ihren Imitatoren kennt:
- Maydan als CIA Putsch,
- Putin wolle doch auch Frieden,
- NATO rückt Russland auf den Pelz
- „wir werden doch auch belogen“
- „aber die Vorgeschichte“,
- In Istanbul hat man sich auf Frieden geeinigt, aber Boris Johnson hat das verboten
Spannend war dann die Frage, die von einer anderen Frau kam: „Warum gibt es in der Ukraine Reiseunternehmen wenn da Krieg ist, ich war im Urlaub und da kam ein Bus aus der Ukraine und das so aus, als ob das Leute Urlaub gemacht hätten.“ Ich habe dann versucht zu erklären, dass der „eigentliche“ Krieg in der Ukraine an der Front stattfindet und das man im „Hinterland“, außer Drohnen Angriffen und Energieabschaltungen „nichts“ bemerkt. Aber es eben auch einen Alltag gibt mit funktionierendem ÖPNV, offenen Supermärkten oder Schulen. Neben mir Stand ein junger Mann, der sah so ein wenig nach Jura Student aus und fragte die Frau ob sie mir zugehört habe und was das jetzt für sie bedeute. So richtig eine Antwort kam dabei nicht raus.
Am Stand waren so ca zehn Frauen 50 plus, die irgendwie dazu gehören schienen. Die wirkten alle nach Freiburger Eso-Öko-Millieu.
Eine der älktern Frauen fragte mich: „Sind sie bei der Antifa?“, denn Waffenlieferungen an die Ukraine ist ein altes Antifa Ding. Man kennt es ja.
Was mich im Nachhinein erschreckt, ist diese Ahnungslosigkeit und eigene Hilflosigkeit „wir sind doch alle gegen den Krieg“, gepaart mit Sendungsbewusstsein.
Allerdings muss man wohl sagen.:Ein Teil der Aktivistinnen kommt aus dem südbadischen Querdenker Umfeld und war auch auf den einschlägigen Demos dabei.
Menschheitsfamilie ist übrigens ein Begriff, den gerne Daniele Ganser verwendet und auch der Rest der Äußerungen dort passte dazu.

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