Das erste Jahr mit der gebrauchten Zoe

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Seit dem 27.8.2020 bin ich Besitzer und Fahrer einer gebrauchten Renault Zoe Baujahr 2013. Zeit ein wenig über meine Erfahrungen zu berichten.

Alltag

In den Alltag lässt sich das Auto prima integrieren. Bis auf die Fahrt zum Abholen und eine Fahrt von Freiburg nach Nagold und wieder zurück habe ich die Zoe Corona bedingt, nicht für längere Reisen benutzt. Dennoch habe ich den Eindruck, mit entsprechender Planung und Ladestopps kann man auch solche Fahrten auch gut durchführen. Hauptnutzen ist zum Pendeln zur Arbeit, oder aber für Einkaufen und Freizeitverkehr. Ich würde sie also als eine Art Regionalauto bezeichnen. Schon mehr als ein Stadtauto, wie der Smart aber auch keine Langstrecken Reiselimousine.

Zoe vor Tom Brane Grafitti

Laden

Geladen hab ich das Auto entweder an komerziellen Ladesäulen in der Stadt, da reichte bisher die EnBW Mobility+ Karte völlig aus oder an kostenlosen Ladesäulen bei Einkaufsmärkten. Die Lade Säule am Lidl in Freiburg ist mein neuer Freund und ich kaufe seit her dort auch mehr ein. Jetzt hoffen wir mal, dass auch der Aldi seine Hyperladesäule angeschaltet bekommt, dann gehe ich auch da wieder hin.

Völlig unverständlich ist es warum man als IKEA oder Edeka es nicht schafft seine Ladesäule innerhalb von sechs Monaten zu reparieren. Es wundert mich bei einer großen Freiburger Wohnungsbaugenossenschaft, warum man Ende September eine Ladesäule aufstellt und dann bis Januar hinein es nicht schafft diese zum Laden frei zu geben.

Förderung für eine Wallbox hab ich auch beantragt, und noch im alten Jahr für 16 % Mehrwertsteuer eine Wallbox gekauft. Die kommt irgendwann im Januar und dann kommt hoffentlich auch der Elektriker und ich kann hoffentlich dann auch in der Tiefgarage laden. Der Versuch bei einem Badenova-Projekt mitzumachen, wo die Wallbox Bezahlt worden wäre, hat leider nicht geklappt. Immerhin hat die Eigentümergemeinschaft unser Anliegen sehr offen aufgenommen und beschlossen, dass ich die Wallbox auf eigene Kosten anbringen kann. Wie man diese Lademöglichkeit dann auch anderen Hausbewohnern zugänglich macht, muß man noch überlegen.

Kosten

Ich schätze etwa Betriebskosten von ungefähr einem Drittel im Vergleich zum Škoda Octavia Kombi Bj 2002 den die Zoe ersetzt hat.

einmalige KostenBetrag in EUR
Zoe, mit Zubehör* 6750
Nummernschilder16
Anmeldung47,50
Ladekarten20
Ladeziegel Schuko370
Warnwesten5
Summe7208,50
Einmalige Kosten

*Sommer- und Winterrädern, Ladekabel Typ 2, Verbandskaten, Warndreieck, Fußmatten,

laufende KostenBetrag in EUR
Strom134,11
Reifenwechsel + Einlagerung196
Versicherung748,20
Kfz Steuer*0
Geschwindigkeitsübertretung15
Summe1093,11
laufende Kosten. Jeder km dürfte etwa 40 Cent kosten. Wobei der größte Posten (944 EUR) sind und die ja gleich bleiben, egal wieviele ich fahre. Die reinen Stromkosten sind ca 0,049 EUR pro km. Hier sei angemerkt, das ich häufig kostenlos tanke und dann aber im LIDL einkaufe. Dabei kaufe ich vielleicht auch Sachen, die ich sonst nicht hätte.

*wird ab 2023 fällig. ca 60 EUR pro Jahr.

Prognostisch dürften die Kosten für „Tanken“ sicherlich eher bei 300 EUR im Jahr liegen, da die Zoe ja quasi erst am September im Haushalt war, lässt sich das aber nicht gut sagen. Es ist denkbar das ich Kosten etwa für Parkgebühren oder anderes vergessen habe. Es fällt auf, dass der größte Batzen der laufenden Kosten die Versicherung ist.

Die Kosten für den Einbau der Wallbox habe ich hier noch nicht berücksichtigt, da der Elektriker zwar einen Kostenvoranschlag im alten Jahr noch schicken wollte, es aber nicht getan hat und erst dann absehbar wird, ob die BAFA Förderung ausreicht oder nicht.

Zoes beim Laden

Stromverbrauch

Seit Kauf bin ich mit der Zoe 2727 km gefahren und habe laut Bordcomputer 394 kWh verbraucht. Da rechnet er einen Durchschnittsverbrauch von 14,4 kWh/100 km. Ob das jetzt viel oder wenig ist, kann ich kaum sagen. Jetzt im Winter scheint der Verbrauch höher zu liegen als im Sommer. Da erinnere ich mich eher an einen Durchschnitt um die 13,x kWh/100 km.

Ich vermute das ich wegen Corona weniger gefahren bin als in einem normalen Jahr.

Nachteile

Nicht alles ist perfekt mit der Zoe. Im Vergleich zum Skoda Octavia ist sie deutlich kleiner. Mich nervt auch, das sie beim Laden nicht anzeigt, wieviel Leistung sie gerade zieht. Das soll vielleicht mit der CanZE App gehen, aber ich habe das bisher noch nicht so zuverlässig zum Laufen gebracht. Dann wäre das noch der Bordcomputer, der hat seltsame Bugs. Wobei ich das auf Baujahr 2013 schiebe und auch bisher nicht probiert habe ein Update zu machen. Immerhin kann man sein Handy anschließen und während der Fahrt recht sicher Podcast hören oder angerufen werden. Auch hat sich gerade der Sicherheitsgurt etwas verheddert und meine Zoe hat keine Sitzheizung.

Was man auch wissen sollte: Dei 22 kWh Zoe hat nur eine Reichweiste von 120 km. Das ist im Alltag ok, man muß halt häufiger laden, schön wäre aber schon ein größerer Akku. Vielleicht komme ich ja mal günstig an einen.

Tipps

Den Ladeziegel für die Schukosteckdose habe ich bisher nur zweimal beim arbeiten verwendet, Die Anschaffung war also sicherlich nicht so lohnenswert. Zumal er scheinbar sehr wählerisch ist an welcher Steckdose ja nun geht oder nicht.

Obwohl ich mir fast alle einfach zu bestellenden Lade Karten besorgt habe, ist die einzige die ich im Grunde nutze die von EnBW Mobility+.

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