Luca App

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Am Montag habe ich einen Brief an Oberbürgermeister und Landrätin gerichtet und um die Einführung der Luca-App gebeten.

Gestern schrieb mir der erste Landesbeamte: Tatsächlich sind wir aktuell dabei, die Einführung der Luca App auf der
technischen Seite für das Gesundheitsamt Freiburg, als Pilot für Baden-Württemberg, einzurichten.

Ich bin gespannt.

Betreff:  Einsatz der Luca App zur Kontaktverfolgung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrte Frau Landrätin Störr-Ritter,

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Horn, 

sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister von Kirchbach

Nach Rückgang der Fallzahlen seit Weihnachten bis Mitte Februar ist ab der Kalenderwoche 7 ein leichter Anstieg der übermittelten Neuinfektionen, der 7-Tage-Inzidenz und des R-Wertes zu beobachten, auch der Anteil der Variantennachweise beträgt in der KW 34 % in der KW 6 waren es es noch 24%. 

Auch wenn die Stadt Freiburg und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald derzeit im Vergleich mit anderen Bereichen unseres Bundeslandes, Deutschlands und Europas gut darstehen, bedeutet dies nicht das wir in den Anstrengungen zur Bekämpfung der Pandemie nachlassen sollten.

Aus meiner Arbeit im Schnelltestzentrum weiß ich von mehreren Personen, die trotz positivem eigenen Test oder längerem Kontakt mit einer Person mit nachgewiesener Corona Erkrankung, auch nach mehreren Tagen, nicht vom Gesundheitsamt kontaktiert wurden. Auch erinnere ich mich an Presseberichte, das selbst bei einer niedrigen Inzidenz nicht alle Infektionsketten zurückverfolgt werden können. Was vor dem Hintergrund verständlich ist, das sich Menschen täglich auch in sozialen Situationen bewegen, bei denen sie nicht wissen, wer die Menschen um sie herum sind.

Da es seit dem 1. März Lockerungen gibt und auch über weitere Lockerungen diskutiert wird, gibt es wieder mehr Möglichkeiten sich zu treffen und damit auch sich anzustecken. 

Bisher fehlt in der Corona-Warn-App der Bundesregierung eine Möglichkeit an einem Ort einzuchecken. Bisher lösen das Veranstalter und Gastronomen, aber auch andere Orte mit Zetteln. Hier schafft die App nun Abhilfe: Anstatt jedes Mal beim Betreten eines Restaurants, eines Kinos, eines Stadions oder jeder anderen Gelegenheit, bei der Menschen zusammen kommen, neu Namen, Adresse und Telefonnummer hinterlassen zu müssen, bräuchten Veranstalter und Gast nur die App installiert zu haben. Wer das Gebäude betritt, scannt einen QR-Code, die Daten werden anonymisiert erfasst und können im Falle einer festgestellten Infektion mit den Gesundheitsämtern geteilt werden. Freigegeben werden die Daten erst durch das Teilen mit den Gesundheitsämtern. 

Auch der Landesdatenschutzbeauftragte unterstüzt diese App: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/lfdi-brink-unterstuetzt-nutzung-der-luca-app/ 

Auch wenn die App bisher nicht Open Source ist, wäre dies zumindest ein Ansatz den man überlegen sollte. Auf die Veröffentlichung des Quellcodes könnte die Stadt und der Landkreis ja hinwirken. 

Damit die App wie gewünscht funktioniert, muß zumindest das Gesundheitsamt welches für Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zuständig ist mitmachen. Das Backend der App bietet wohl die Möglichkeit in verschiedene Systeme wie SORMAS oder Octoware zu übernehmen. 

Weitere Informationen erhalten sie hier: https://luca-app.de/gesundheitsamt/ 

Ich möchte Sie deshalb bitten, den Einsatz dieser App zu prüfen zu lassen und mir zeitnah über diese Prüfung Rückmeldung zu geben.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Eine Mehrfertigung dieses Schreibens an die im Stadtrat und Kreistag vertretenen Fraktionen.

mit freundlichen Grüßen

Ihr Sebastian Müller

Simon Bockstaler

Marlon Wendel

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