Laudely Interview im Tagesspiegel zu Balkonsolar: Völlig bizarr.

ich lese mit befremden das Interview von Herrn Schönball mit Herrn Laudely am 13.8.23.

Die Aussagen von Herrn Laudely zeigen vor allem eines: Er ist in den aktuellen Diskussionen um die Vereinfachungen für Steckersolargeräte nicht drin. Wie auch – bei der erwähnten Petition war sein Beitrag ein Video das am letzten Tag (!) als es noch möglich war die Petition zu unterzeichnen online ging. 

Die Petition haben andere maßgeblich organisiert, etwa der Youtuber Dr. Andreas Schmitz, die Mitglieder zahlreicher Solar Vereine und engagierte Unternehmer – aber eben leider nicht Herr Laudely.

Seither ist diese Gruppe in Kontakt mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Dieses (und nicht Habeck!) plant – unterstützt von über 100.000 Unterschriften, zustimmenden Stellungnahmen zahlreicher Verbände und getragen vom Wunsch der SPD und Grünen Bundestagsfraktionen, die Nutzung von Steckersolargeräte deutlich zu vereinfachen. 

Dazu hat es bereits jetzt einen Vorschlag für Änderungen im EEG vorgelegt. Gleichzeitig hat das Bundesjustizministerium einen Referentenentwurf für Vereinfachungen im WEG und BGB vorgelegt. Beide sollen nach der Sommerpause in den Bundestag. Dieser Sachstand scheint Herr Laudely nicht bekannt.

Auch 800 Watt Dauerleistung sind sicher. Selbst, wenn wie im Referententwurf vorgeschlagen am Wechselrichter 2 KwP hängen dürfen, dann lässt dieser nur 800 W durch. Geräte, die das können gibt es bereits auf dem Markt, sie funktionieren.Es ist ja nicht so, das ein Solarpanels mit 400 Watt Peak, dauerhaft 400 Watt erzeugt, sondern in den allermeisten Umständen weniger. Gerade weil es am Balkon eigentlich nie optimal auf die Sonne ausgerichtet ist. 

Ein kWp entspräche hierbei schon heute der gerundeten gängigen Überbelegung von 20% bei 800W. Auch das ist sinnvoll, da Panels immer leistungsfähiger werden und sich deshalb die Überbelegung gar nicht vermeiden lässt.Aufgrund der Innovationsfähigkeit der deutschen Solarwirtschaft erwarten wir neue Technologien, wie etwa Einspeisewächter oder steckerfertige Speicher. Dafür wurde im Entwurf des BMWK dieser Wert vorsorglich schon eimal verdoppelt. 

Da die Industrienormen aber natürlich dennoch weiter gelten, sind die 2kW nur als Schritt in der Entbürokratisierung und nicht als technische Grenze zu betrachten. 

Die vorgeschlagenen gesetzlichen Reglungen sind durchdacht und wurden breit diskutiert. Mir ist nicht klar, was Herrn Laudely nun reitet, unbegründet Gefahren an die Wand zu malen.