Energiewende selbst gemacht – so einfach ist Balkon-Solar!

Während es drinnen spannende Vorträge gab, gab es draußen Reden und eine Demo der Coronaleugner.

Am Samstag 7.5.22 durfte ich bei TEDxFreiburg über Balkonsolar berichten. Es gab zwar einen Livestream, aber nicht alle hatten die Gelegenheit dem zu folgen, wollen sich aber sicher auch über meinen Talk informieren. Es soll auch bald ein Video geben, aber hier mal eine schriftliche Version.

Wir alle wollen CO2 freien Strom erzeugen. Aber der Bau einer großen Solaranlage dauert und ist erstmal teuer. Energiewende ist etwas für wohl situierte Besitzer eines Einfamilienhauses. Aber mit Balkonsolar oder Micro-PV kann ja jeder selbst Strom erzeugen.

Blick auf das Dach der Dachsolaranalge des Konzerthauses.

Jede Solaranlage hat vier Teile: Solarpanels, Wechselrichter, die Panels sind irgendwo angebracht, meist auf einem Dach oder auf einem Feld und Kabel, die die Panels untereinander, mit den Wechselrichtern und die mit dem Netz verbinden. Der Wechselrichter macht aus dem Gleichstrom den die Solarpanels liefern, Wechselstrom für das Stromnetz. Wechselstrom haben wir übrigens deshalb im Stromnetz weil der sich besser übertragen lässt und das den Motorenbau einfacher macht.

Auch unsere Balkonkraftwerk besteht aus den gleichen Teilen, statt Dutzenden oder hunderten Solarpanels aber nur einem oder zwei, statt einem Wechselrichter der 10.000 Watt in Wechselstrom umformen kann, einem kleinen Kasten so groß wie eine Pralinenpackung.

Jetzt werden sich viele Fragen? Was kann ich denn damit betreiben?
Reicht das für meinen Kühlschrank? JA
Für mein Föhn? Eher nein

Aber den Föhn hat man ja nur 10 min an, den Wasserkocher vielleicht nur zwei. Für die Geräte die man lange an hat, für die reicht es. Und die verbrauchen auch den meisten Strom. Der größte Stromverbraucher in meinem Haushalt ist über das Jahr gesehen, der Kühlschrank.

Erstmal sollte ich klären, habe ich einen Balkon auf dem ich das aufstellen oder aufhängen kann, da gibt es viele Möglichkeiten.

Der Balkon oder die Terrasse sollte nicht nach Norden gehen. Süden,Weste, Osten, alles das ist gut und natürlich nicht dauerhaft Schatten haben.
Und natürlich gibt es viele Möglichkeiten zum Aufhängen am Balkon, Gartenhaus, auf einem Solarparklet,…

Nun muss ich das Gerät kaufen. Wie ist das mit der Amortisation? Zunächst mal: Wenn sie einen neuen Fernseher kaufen, dann rechnen sie auch nicht wann der sich durch eingesparte Theater und Kinobesuche amortisiert hat.

Aber betrachten wir mal zwei Fälle:

Den Single der morgens das Haus verlässt, Mittags in der Kantine isst und erst Abends heim kommt. Da rechnet sich das Gerät nicht so schnell.
Bei der vierköpfigen Familie, bei der ist der Papa im Homeoffice ist und es wird selbst gekocht. Außerdem haben die wegen Pleite des billig-Stromanbieters jetzt Strom für 0,5 EUR vom Grundversorger.
Hier kann es schon nach dem vierten Jahr die Kosten wieder einsparen.
In der Regel sagt man ca. 10% des Stroms kann ich einsparen.

In der Regel sagt man ca. 10% des Stroms kann ich einsparen. Dann ist noch die Frage: Kann man das einfach einstecken. Wenn meine Hauselektrik einigermaßen modern ist und der Zähler in einem weißen Metalkasten steckt, dann würde ich ihnen privat sagen: Stecken sie es ein!

Wir beziehen jetzt einen Teil unseres Stroms vom Balkon. Den überschüßigen Strom schenken wir dem Netzbetreiber und vertreiben damit Kohlestrom aus dem Stromnetz. Der letzte Schritt: Wir erzählen allen wie toll es ist und treiben die Energiewende von unserem Balkon voran.

Übrigens konnte man heute noch im Deutschlandfunk nachhören, wie das mit Balkonsolar so geht.

Bei: http://www.netzbasteln.de/

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