Wahlprogrammzusammenfassung der FDP

Hochschulpolitik:

  • Studienentgelte als wichtige Finanzierungssäule, aber keine Belastung während des Studiums, Trennung von den elterlichen Möglichkeiten der Finanzierung
  • Keine Studiengebühren während des Studiums, dafür nach Beendigung des Studiums, nach Höhe des Einkommens (erst ab einer bestimmten Grenze), direkt an die Hochschulen – Abschaffung der Geschwisterregelung, Entlastung der Familien
    "Der Graf" Nikolaus von Gayling Westphal kandidiert für die FDP im Wahkreis rund sein Schloß

  • Universität können zur mittelfristigen Finanzierung Kredite aufnehmen, damit konkrete Ausgaben gedeckt sind, bis die zu erwartenden Studiengebühren eingehen
  • Die Hochschulen erhalten mehr Autonomie in Bezug auf ihre Organisationsform und der Gestaltung der Studiengänge, sie können auf eigenen Wunsch wieder das Diplom einführen
  • Die Hochschulen sollen Mängel, wie z.B. übervolle Stundenpläne und hohe Prüfungsdichten, die durch eine schlechte Umsetzung der Bologna-Reformen entstanden sind, selbstständig erkennen und beheben
  • Studiengänge die mit dem Staatsexamen abgeschlossen werden, können von den HS durch zusätzliche Abschlussgrade erweitert werden. So soll das Staatsexamen wieder als Eingangsprüfung für den Staatsdienst dienen können. Die Studenten sollen frei wählen können, ob sie beide Abschlüsse oder nur einen der beiden ablegen möchten.
  • Der Ausbau der Studienplätze für den Doppeljahrgang 2012 soll abgeschlossen werden, sodass die 20000 zusätzlichen Plätze bereit stehen
  • Ausgewogenheit des zwischen BA und Master-Studienplätzen
  • Studienplatzvergabe komplett eigenverwortlich durch die Hochschule, falls gewünscht
  • Möglichkeiten für beruflich Qualifizierte schaffen, sodass diese eine Studium beginnen können (Teilzeitstudium, Vor-/Begleitkurse)
  • Hochschulfinanzierung nach dem Prinzip „Geld folgt Student“ – Anzahl der Eingeschriebenen entscheidet über die Höhe der staatlichen Finanzierung dadurch Verbesserung der Bedingungen von Studium und Lehre
  • Studierende finanzieren sich selbst oder mit Hilfe ihrer Familien. In begründeten Fällen, werden sie über Bafög unterstützt.
  • Mehr Promotionsstipendiaten, breitere Vergabe von Stipendien
  • Flexible Studienprogramme, damit situtationsbedingt studiert werden kann, z.B. Teilzeitstudium, Abendstudium, usw.
  • Einführung von Studierendenparlamenten – Überwachung und Mitentscheidung über die Studiengebühren, Entzug von Kompetenzen von nicht demokratisch legitimieren Gremien
  • Spitzenleistungen sollen weiter stark gefördert werden
  • Private Unternehmen mit ins Hochschulleben integrieren und so weitere Finanzquellen erschließen
  • Privatisierungen im Hochschulbereich sollen unterstützt werden
  • Hochschulen sollen als drittes Element ihrer Aufgaben die berufliche und wissenschaftliche Weiterbildung übernehmen und entsprechende Ressourcen erhalten
  • bestehende Einrichtungen sollen zielorientiert evaluiert werden, um weiterhin Spitzenleistungen zu erhalten und eine sinnvolle Verwendung von Steuermitteln in der Forschung zu garantieren

Schulpolitik:

  • die Zusammenarbeit von Schulen und Wirtschaft soll verbessert, verstärkt und weiterentwickelt werden
  • Schülerinnen und Schüler sollen praxisnah an die Wirtschaft herangeführt werden, z.B. über Planspiele, Projektwochen, Schülerunternehmen oder Business-Plan-Wettbewerbe (auch für Studierende)
  • Internationale Schulen werden weiter unterstützt, um zu verdeutlichen, dass BaWü ein interessanter Standort für Fach- und Führungskräfte ist.
  • Englisch als Pflichtfach in den Berufsschulen
  • Fremdsprache in der Grundschule: soll evaluiert werden
  • für Gewerbelehrer unter Beibehaltung der grundständigen Regelausbildung an Hochschulen die Möglichkeit des Quereinstiegs von Hochschulabsolventen technischer Fachrichtung mit entsprechender Berufserfahrung beibehalten, vereinfachen und die zur Behebung des Mangels an Lehrernachwuchs insbesondere in den Bereichen Metall- und Elektro-/Informationstechnik eingerichteten kooperativen und gestuften Modellstudiengänge im Zusammenwirken von Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen als zukunftsweisendes Modell fortführen und ausweiten und auf ihre Übertragbarkeit auf weitere Bereiche hin überprüfen.
  • „Deshalb setzen wir Liberalen uns beharrlich dafür ein, dass unsere Schulen in ihrer Eigenständigkeit gestärkt werden und ihnen ein Höchstmaß an Entscheidungskompetenz vor allem in Fragen ihres Budgets, ihrer Personals und ihrer inhaltlichen wie pädagogischen Ausrichtung überlassen wird.“
  • „Wir werden der Bildung weiterhin Priorität unter allen landespolitischen Handlungsfeldern einräumen, uns Kürzungsabsichten in diesem Bereich widersetzen und durch den Schülerrückgang frei werdende Ressourcen für andere Aufgaben im Bildungsbereich verwenden.“
  • Eigenständigkeit durch Budget und Personalauswahl direkt durch die Schulen. Ebenso das Recht zur Schulleiterwahl.
  • Budget soll auch für Vertretungslehrer genutzt werden
  • „allen Schularten die Möglichkeit einer bereits im November des Vorjahres erfolgenden Einstellungszusage für angehende Lehrkräfte eröffnen und den Anteil der schulbezogenen Stellenausschreibungen an allen Schularten signifikant erhöhen.“
  • Möglichkeit Zulagen für „uninteressante“ Gebiete zu bezahlen, sodass die Lehrerversorgung verbessert wird
  • Verbeamtung abschaffen, jedoch nur wenn andere Länder dies auch tun
  • Elternarbeit fördern, speziell für Familien mit Migrationshintergrund
  • Kooperationen zwischen verschiedenen Schularten ausbauen und fördern
  • „die Berufsorientierung und Berufsberatung an den allgemein bildenden Schulen verstärken und die Zusammenarbeit der Schulen mit der Wirtschaft fördern.“
  • „die Schulpsychologie, die Schulsozialarbeit, die Beratungslehrertätigkeit sowie Projekte zur Gewaltprävention und zum verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien fördern.“
  • „die Fächerverbünde evaluieren, nicht zusammengehörige Fächerverbünde auflösen und die derzeitige Leistungsbeurteilung in den Fächerverbünden auf den Prüfstand stellen.“
  • „Frühkindliche Förderung und Bildung ist entscheidend für die Entwicklung eines Kindes und darüberhinaus für seine gesamte Biographie.“
  • Einsatz der Pädagogischen Assistenten auch an der Grundschule, da sie sich an der Hauptschule bewährt haben. Einsatzgebiet sind Klassen mit hohem Migrantenanteil bzw. Sprachförderklassen.
  • Studiengang für Grundschule mit 8 Semestern, wichtig ist die diagnostische Kompetenz, aber auch die freie Fächerwahl und damit eine Schwerpunktsetzung möglich.
  • Überprüfung, ob ein Kind genug Kompetenzen erworben hat, um erfolgreich die Grundschule zu absolvieren oder ob noch Mängel bestehen
  • Abschaffung Schulbezirke und freie Grundschulwahl
  • „erreichen, dass der neu geschaffene eigenständige Studiengang „Lehramt an Grundschulen“ auch die Entwicklung der Kinder im Alter von ca. drei bis zehn Jahren in den Blick nimmt. Er soll das Erkennen individueller Stärken und Begabungen sowie der Schwächen und Defizite bei Kindern schulen. Er soll Möglichkeiten der individuellen Förderung an die Hand geben und eine pädagogisch wie fachlich gleichermaßen anspruchsvolle Lehrerausbildung gewährleisten.“
  • „grundsätzlich an der vierjährigen Grundschulzeit festhalten, aber, wenn sie vom Schulträger, den Lehrern und den Eltern gewollt werden, regionale Schulprojekte zulassen, die flexiblere Übergangszeitpunkte in weiterführende Schulen oder längere Grundschulzeiten für alle Schüler oder integrative Formen im weiterführenden Schulwesen vorsehen.“
  • Verantwortliche vor Ort entscheiden über die Schulform (Ganztagsschule, Einheitsschule usw.) anhand der Bedürfnisse und somit zum Wohle der einzelnen Schüler
  • Schulen bekommen das Recht, Kinder auf Wunsch der Eltern auch ohne entsprechende Empfehlung aufzunehmen,
  • wenn das Kind ein Aufnahmeverfahren, dass die Schule festlegt, durchläuft und dabei klar wird, dass das Kind die Schule erfolgreich abschließen kann.
  • Werkrealschulen mehr Autonomie bei der Umsetzung gewähren
  • Kooperationen zwischen Hauptschule und Realschule stärken und WRS mit einbeziehen
  • Schaffung eines Abschlusses für Realschüler, die nicht in Klasse 10 versetzt werden
  • Schulwechsel bei entsprechenden Leistungen erleichtern
  • Stärkung der Hochbegabtenförderung
  • Ausbau der Ganztagesschule und damit Ermöglichung der individuellen Förderung von Schülern, vor allem durch Pädagogische Assistenten

Ein Gedanke zu „Wahlprogrammzusammenfassung der FDP“

  1. Wieso ist auf dem Foto, das eigentlich Nikolaus von Gayling-Westphal zeigen sollte, eine Statue mit Nelson Mandela zu sehen? Oder spielt mir da mein Grafikblocker-Programm einen Streich? 😉

Kommentare sind geschlossen.